ISM: 30.01–02.02.2022 #ISMCOLOGNE

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ISM setzt auf hybrid

23.04.2021

Die Auswirkungen der Pandemie auf die Trends von Süßwaren und Snacks und die ISM 2022

Interview mit Anne Schumacher, Geschäftsbereichsleiterin für Ernährung und Ernährungstechnologie bei der Koelnmesse

Interview mit Anne Schumacher, Geschäftsbereichsleiterin für Ernährung und Ernährungstechnologie bei der Koelnmesse

1. Welche Top 3 Trends lassen sich beim Blick auf die Neuheiten der ISM 2021 identifizieren?

Trend 1 von Süßwaren und Snacks und die ISM 2022: Gesundes Snacken und Genuss

Gesundes Snacken und Genuss: Hinzu kommen Faktoren wie Textur, Farbe und Geschmack. Neben fruchtig frischen Geschmackserlebnissen aus natürlichen Farben und Aromen sowie getrockneten Früchten, sind knusprige Snacks oder Riegel, die die Darmfunktion anregen, im Trend.

Trend 2 von Süßwaren und Snacks und die ISM 2022: Plant-based

Plant-based: Gerade bei den Schokoladen und Schokoladenerzeugnissen gibt es immer mehr Varianten ohne Kuhmilch. Auch vegane Honigvarianten oder Proteinriegel aus 100 Prozent Pflanzenprotein legen zu. Transparenz bei Zutaten oder Produktherkunft spielt eine zentrale Rolle. So setzt sich auch in der Süßwarenbranche der Trend hin zu Clean Label weiter durch.

Trend 3 von Süßwaren und Snacks und die ISM 2022: Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit: Im Fokus sind nachhaltige Rohstoffe und nachhaltige Verpackungen aus weniger Plastik. Nachhaltigkeit geht dabei nicht selten mit Bio, vegan und vegetarisch einher.




2. Werden aus Ihrer Sicht die Bedürfnisse der verschiedenen Zielgruppen Rechnung getragen?

Die Bandbreite an Süßwaren und Snacks ist sehr groß nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Die meisten Hersteller haben ein bestimmtes Portfolio bzw. spezialisiertes Segment, das sie vertreten. Die ISM hat in den letzten Jahren gezeigt, wie sich diese Portfolios weiterentwickeln. Zutaten, Textur und Verpackungen werden angepasst, um den Bedürfnissen der Zielgruppen nachzukommen. Dem Verbraucher steht heute eine große Vielfalt an Produkten zur Verfügung, so dass jeder findet, was er sucht.

3. Hat Corona das Konsumverhalten verändert?

In Teilen schon. Besonders sichtbar ist dies im Bereich Bio zu erkennen. Das Segment hat durch die Corona-Pandemie weiteren Aufwind bekommen. Enormes Wachstum verzeichnet vor allem das Segment Bio-Snacks, denn Verbraucher versuchen, ihr arbeitsreiches Leben mit dem Gesundbleiben in Einklang zu bringen. Snacks spielen dabei eine entscheidende Rolle, da Snacks nützliche Nährstoffe liefern können, wenn keine Zeit für eine ausgiebige Mahlzeit bleibt.

Videoclip Anne Schumacher (in Englisch)

4. Welche Neuerungen darf man 2022 auf der ISM erwarten?

Zunächst einmal gehen wir aktuell davon aus, dass wir sicherlich nicht auf demselben Niveau wieder durchstarten werden wie es noch 2020 oder die Jahre davor der Fall war. Eine der Neuerungen 2022 wird sein, dass wir ISM gemeinsam mit der ProSweets Cologne im hybriden Format planen. Neben der physischen Produktschau wird es eine digitale Plattform geben, mit der wir den Ausstellern in Ergänzung zur eigentlichen Messe zusätzliche Reichweite bieten wollen. Die Plattform ist „State of the Art“ und bietet den Ausstellern Möglichkeiten wie das Präsentieren ihrer Produkte in einem digitalen Ausstellershowroom. Darüber hinaus können Contents zu Produkten und Unternehmen in digitalen Panels oder Konferenzen einem Interessentenkreis präsentiert und natürlich über spezielle Networking-Funktionen in Chats oder digitalen Meetings vertieft werden. Neben einer Vielzahl weiterer Tools unterstützt die Plattform damit auch bei der Ansprache neuer Besucherzielgruppen und wird auch für zukünftige Ausgaben der ISM relevant sein.

5. Wie sehr wird sich die ISM aufgrund der Pandemie auch nachhaltig verändern?

Uns ist klar, dass sich die Bedürfnisse unserer Kunden durch die Pandemie nunmehr noch schneller verändern werden. Damit einhergehend müssen sich auch Messen als Plattformen für die jeweilige Branche ändern. Deshalb ist es uns so wichtig, Messen gemeinsam mit unseren ideellen Trägern, Partnern und Kunden neu zu denken, denn nur so schaffen wir bedarfsgerechte Lösungen für unsere Aussteller wie Besucher. Die Digitalisierung spielt dabei eine ganz zentrale Rolle. Daher haben wir bereits frühzeitig schon vor Corona begonnen, Prozesse zu digitalisieren, vom Anmeldeprozess für Aussteller oder dem Ticketkauf für Besucher bis hin zu digitalen Plattformen, die eine physische Messe optimal ergänzen und die Reichweite für jeden einzelnen erhöhen.

Zudem haben wir die Zeit der Pandemie genutzt, Lösungen zur Hybridisierung zukünftiger Messen und für neue digitale Geschäftsmodelle zu entwickeln. Die Herausforderung wird sein, die digitalen Lösungen optimal mit den Stärken der analogen Messe zur verbinden, um den bestmöglichen Nutzen für die verschiedenen Kundengruppen zu schaffen. Für die Zukunft glauben wir daher fest daran, dass sich hybride Veranstaltungen durchsetzen werden. Daher planen wir auch die ISM 2022 in diesem Format. Der persönliche Kontakt, die Emotionen und das Event-Erlebnis als solches können nicht nur durch virtuelle Formate ersetzt werden, erst recht nicht, wenn es um das Probieren, Riechen und Schmecken wie in der Süßwaren- und Snackbranche geht.