ISM: 31.01–03.02.2021 #ISMCOLOGNE

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Bio Kakao: Nachhaltig süßer Genuss

20.01.2020

Bio, fair, vegan – diese Schlagworte hört man immer häufiger. Laut einer infas-Studie kaufen derzeit 50 Prozent der – vornehmlich weiblichen – Menschen gelegentlich Bio-Produkte, 25 Prozent sogar häufig. Für die Zukunft planen noch mehr der Befragten, auf ‚bio‘ zu setzen. Der Verbraucher von heute ist informierter und damit zugleich auch anspruchsvoller im Hinblick auf die Produktionsbedingungen geworden.

Und so gilt zwar natürlich nach wie vor, dass Schokolade glücklich macht. Immer mehr von den „Leckermäulern“ ist es aber zudem wichtig, dass auch die Produzenten der Zutaten, wie Kakao, glücklich sind. Unter anderem deswegen bleibt Nachhaltigkeit einer der wichtigsten Foodtrends, der auch auf der ISM einen immer breiteren Raum einnimmt.

Nachhaltiger Kakaoanbau in der Süßwarenindustrie

Die Süßwarenindustrie engagiert sich nicht erst seit es angesagt ist auf diesem Gebiet, sondern setzt sich seit vielen Jahren intensiv für einen nachhaltigen Kakaoanbau ein. „Während der Anteil an nachhaltig erzeugtem Kakao in den in Deutschland verkauften Süßwaren 2011 noch bei ca. 3 Prozent lag, waren es 2018 bereits 62 Prozent“, verweist Solveig Schneider vom Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie e.V. (BDSI) auf beachtliche Fortschritte. Erst kürzlich empfahl der BDSI seinen Mitgliedern, den Anteil nachhaltig erzeugten Kakaos in den in Deutschland verkauften Süßwaren bis zum Jahr 2025 auf 75 Prozent zu erhöhen. Projekte wie das vom BDSI mit initiierte ProPlanteurs, das insgesamt 1,45 Millionen Bauern und Bäuerinnen erreicht, arbeiten gezielt daran, die Lebensbedingungen der Kakaobauern und ihrer Familien zu verbessern. Auch das Thema Klimawandel wird nicht vergessen: Das Forum Nachhaltiger Kakao stellte erst kürzlich Handlungsoptionen für einen Kakaoanbau ohne Waldverlust vor.

Süßwarenhersteller fördern nachhaltige Kakaoproduktion

Auch ein Blick in Unternehmen zeigt: Die Süßwarenindustrie hat Nachhaltigkeit längst im Visier. Das gilt längst nicht nur für Start-ups, sondern auch für diejenigen mit Tradition. Nur zwei Beispiele unter vielen: Confiserie Riegelein brachte 2014 als erster Anbieter der Süßwarenbranche Schokoladen-Saisonartikel mit dem Fairtrade Kakao-Programm-Siegel auf den Markt. Ziel: Den Kunden „ein ökologisch, ökonomisch und sozial verantwortungsvoll angebautes und hergestelltes Produkt anzubieten“. Das Unternehmen Alfred Ritter fördert mit dem Cacao-Nica-Programm seit fast 30 Jahren den nachhaltigen Kakaoanbau in Nicaragua, hat dort sogar eine eigene Plantage und bezieht seit Anfang 2018 als erster großer Tafelschokoladenhersteller für das gesamte Sortiment zertifiziert nachhaltigen Kakao. „Wir haben den Anspruch, wirklich gute Schokolade herzustellen. Das gilt ganz besonders auch für die ökologischen und sozialen Bedingungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette und damit vor allem auch im Kakaoanbau“, erläuterte Andreas Ronken, Vorsitzender der Geschäftsführung, diese Entscheidung damals.

Die Süßwarenbranche tut also schon eine Menge dafür, dass Schokolade alle glücklich macht. Woran es manchmal noch hapert, ist die Kommunikation in Richtung Konsument. Denn im Fall von Nachhaltigkeit gilt: Tue Gutes und rede darüber!

Kakaobohnen aufschneiden ©tonyschocolonely

Kakaobohnen aufschneiden ©tonyschocolonely